LÖTEN VON LOCHRASTERPLATTEN AN HAND EINES BEISPIELS

BLEIFREI LÖTEN JA ODER NEIN

MIKROCONTROLLER  Typ ATTiny12  (Quelle: Bernhard Redemann)

 

Das Löten mit bleifreiem Lötzinn ist schwieriger als das Löten mit konventionellem eutektischem SN-Pb Lötzinn. Der Schmelzpunkt des verwendeten Lotes ist höher. Es ist allgemein üblich dass die Temperatur der Lötspitze um ca. 100°C bis 150°C höher eingestellt wird, als der Schmelzpunkt des Lotes.  Löttemperaturen über 350°C stoßen an die Grenzen des Handlötens. Der Verschleiß der Lötspitzen steigt schnell an und der Wirkungsbereich der Flussmittel ist überschritten. Daher die Empfehlung: Für Handlöten im Hobbybereich normales Lot verwenden!

                   
 

Auch wenn hier die Meinungen vielleicht auseinander gehen: Im Hobbybereich braucht man nicht mit bleifreien Lot zu arbeiten, da es sich um keine kommerziellen Massenprodukte handelt. Wer es dennoch probieren will, sollte sich folgender Dinge bewusst sein:

  • Bleifreies Lot gibt es in zwei Ausführungen: mit und ohne Kupferanteil. Welches man verwendet, ist Geschmackssache.

  • Der Schmelzpunkt liegt höher als bei verbleitem Lötzinn, eventuell ist ein neuer Lötkolben anzuschaffen, möglichst mit Temperaturregelung.

  • Selbst gut gelötete Lötstellen sind stumpf und sehen aus wie kalte Lötstellen.

  • Nachlöten einer Lötstelle ist nur schwer möglich (viel Hitze notwendig).

  • Das Flussmittel lässt bei den derzeitigen Loten auf dem Markt stark zu Wünschen übrig.

  • Bleifreies Lot ist erheblich teurer, Beispiel: 1000g Sn60 Pb40 bleihaltiges Lot kosten derzeit 15 - 20.- €, bleifreies Lot kostet ca. 40 – 65 €.